Die Liebe zum eigenen Charakter

Ich denke wer selbst schreibt, muss zwangsläufig auch Bücher und somit das Lesen lieben. Jedenfalls trifft dies in meinem Fall zu. Allein aus diesem Grund entstand mein erster Roman "Vampir in Untermiete". Ich konnte mich mit all den damals ach so bösen Vampiren nicht abfinden, fragte mich warum ein Vampir grundsätzlich seine menschliche Seite verlieren sollte sobald er zu seinem neuen Leben überwechselte. Und so gebar ich Aengus O'Donaghue aus einem simplen Gedanken heraus und liebe meine Schöpfung bis zum heutigen Tag. Natürlich, manches würde ich heute anders machen, anders beschreiben, aber im Grunde liebe ich ihn so wie er ist.

Leider vermiest einem der Umgang in Deutschland mit Autoren, die nicht von großen Verlagen gefördert, nicht durch Skandale bekannt geworden sind, oder sich ins Promileben hineingeschlafen haben ein wenig den Spaß an der Kreativität. Wenn man Stunde um Stunde seine Finger über die Tastatur wandern läßt, recherchiert, ja sogar Covers entwirft und letztendlich doch wieder von Machwerken irgendwelcher Promis überrollt wird, dann stellt sich einem schon die Sinnfrage nach dem: Warum tue ich mir das an? Aber die Antwort ist meist schnell gefunden. Weil es sonst niemals diese ganz besonderen Charaktere geben würde, die ich mir aus meinen eigenen Fingern sauge. Und die Vorstellung Aengus O'Donaghue wäre niemals "geboren" worden, veranlasst mich dazu niemals aufzugeben.

 

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